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"Berater" empfehlen der Stadt München den Umstieg auf M$

Begonnen von Bernd Bauer, November 10, 2016, 15:12:32

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Bernd Bauer

| |O| | Bauer Bernd
| | |O| Sicher ist vi benutzerfreundlich,
|O|O|O| es ist nur eigen in der Wahl seiner Freunde.

Bernhard Humer

Der Bürgermeister ist ja bekennender Windows Anhänger und eben dieser hat das Gutachten in Auftrag gegeben.

Wer bezahlt bekommt recht (ist ja auch bei Studien, Meinungsumfragen usw. so - nach dem Motto "beiße nicht die Hand die dich füttert ...")

LG

Bernd Bauer

Zitat von: Bernhard Humer in November 11, 2016, 05:54:46
Der Bürgermeister ist ja bekennender Windows Anhänger und eben dieser hat das Gutachten in Auftrag gegeben.

Ich weiß...

Zitat von: Bernhard Humer in November 11, 2016, 05:54:46
Wer bezahlt bekommt recht (ist ja auch bei Studien, Meinungsumfragen usw. so - nach dem Motto "beiße nicht die Hand die dich füttert ...")

So is es. Jetzt kommt einer mit einer anderen Studie, die das Gegenteil aussagt.
Die Frage ist, wie Entscheiden die das.

Ich finde ja die Aussage in dem Bericht auch lächerlich, dass man sich mit LibreOffice "nicht zurecht findet".

MfG
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Bernhard Humer

Also so richtig stören tut's mich eh nicht wenn Linux nicht Mainstream wird (obwohl eigentlich es schon so ist), aber auf dem Desktop.

Die Viren/Maleware/Bloatware/Crypto/.... was weiß ich noch alles sollen sich auch weiterhin auf Windows konzentrieren
(fast ein Kansas City Shuffle ... Ablenkung -> https://www.youtube.com/watch?v=ag31JHU8LPU)

LG

Bernd Bauer

Zitat von: Bernhard Humer in November 11, 2016, 07:18:34
Also so richtig stören tut's mich eh nicht wenn Linux nicht Mainstream wird (obwohl eigentlich es schon so ist), aber auf dem Desktop.

Mich stört eigentlich nur die Verdrehung der Tatsachen.
Ist bei uns auch so. Immer wenn irgendwas nicht geht (Drucker, Internet, ...) dann heißt es immer: "Citrix geht nicht" Obwohl die Ursache des Problems ganz eine andere ist. Aber das interessiert keinen.

In München kommt mir das ähnlich vor. Da reden Leute mit, die vermutlich keine Ahnung von IT haben. Dass der OB ein M$-Fan ist (und wahrscheindlich auch ein M$-Lobbyist ;-) ), ist natürlich auch nicht gut.

MfG
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georg

Wer auch immer behauptet MS-Office wäre besser als LO, AAO, Calligra etc. !oder umgekehrt! versteht offensichtlich überhaupt nix von einer Office-Suite, denn seit einigen Jahren übersteigt der Leistungsumfang JEDER Office-Anwendung die Bedürfnisse (und auch die Möglichkeiten) der Benutzer. Zitat (~1998) meiner hochgeschätzten und über aus fähigen Sekretärin: "Es ist alles wie früher (Schreibmaschine) - es sieht nur schöner aus"

Das was man in einer öffentlichen Verwaltung braucht (Dokumentenverwaltung - nämlich für hunderttausende und mehr interne und externe Dokumente) hat keine der Suiten an Bord - zu unterschiedlich sind die Anforderungen. Office 365 und ähnliche Office+Cloud-OutOfTheBox-Lösungen sind gerade für größere Einheiten (d.h. Organisationen die unterschiedliche Aufgaben haben - wie eben eine Bundesland-Verwaltung etc.) unbrauchbar, da die Dokumentenverwaltung hier viel zu komplex für solche Standardsysteme ist. Außerdem braucht's da dann einen "Mich-kann-jeder-benutzen-auch-wenn-er-noch-nie-mit-einem-gearbeitet-hat-PIM". Da kommt man in vielen Bereichen um eine eigene Lösung nicht herum - aber dazu gibt's ja eh IT-Techniker.

Eines ist aber ganz sicher: Opensource-Lösungen sind IMMER billiger und erfordern weniger Aufwand (VersionXYZ muss de facto nie zwingend geändert werden) als proprietäre Software - und wenn's dabei im Steuergeld geht, können nur fundierte (und von den Bezahlern akzeptierte) Argumente höhere Ausgaben rechtfertigen. Immerhin ist das das Geld aller Bürger!

Die Argumente die bei solchen Aktionen wie jetzt in München benutzt werden beziehen sich übrigens immer auf "andere" (... die Leute kommen damit nicht zurecht ..., ... man hat Probleme mit ...). Keiner der Argumentierenden behauptet er selbst könne etwas nicht (das wäre ja dann nämlich ziemlich peinlich ;) und würde dieser Person zudem die Kompetenz absprechen eine sachbezogene Entscheidung zu treffen). Es wird nie "in der Sache" diskutiert sondern nur mit verallgemeinernden Worten:
... Angeblich gibt es eine zu geringe Zufriedenheit der Mitarbeiter mit der IT (50-60%). : ein Office-Paket ist nicht dazu da einen Mitarbeiter zufriedenzustellen, sondern um den Büroalltag zu erledigen. Office-Suiten sind dermaßen flexibel aufgebaut, dass man Einzelwünsche von Usern eigentlich immer erfüllen kann.
... Einige Fachverfahren sind immer noch nicht für Linux verfügbar, so dass nach wie vor Windows-Rechner und MS Office in einigen Abteilungen nötig sind: welche? - warum? wer muss diese Rechner bezahlen? und: wie kann es sein, dass 3 Jahre nach dem "Abschluss" der Umstellung etwas nicht umgestellt ist?
... fehlender Kompatibilität zwischen Anwendungen und Betriebssystemen: hä?
... nicht nutzerfreundlicher Bürosoftware (LibreOffice), hä? - siehe oben
... Druck von Dokumenten, hä? - Papier nachlegen hilft in den meisten Fällen
... Austausch von Dokumenten mit externen Partnern, hä? Wichtige Sachen gehen per Mail&pdf, der Rest geht mit odt - das ist genormt, wenn MS-Office das nicht richtig anzeigen kann ist es ein MS-Problem
... und die Abhängigkeit von Anbietern wie Oracle und SAP, die ihre Client-Produkte teils nur für Windows anbieten - da sieht man mal wieder, dass man sich nicht abhängig machen soll ;)

Die ganze Diskussion ist ziemlich entbehrlich - da geht es nur um Geld - und evtl. auch darum dass jemand jemand anderem ein's auswischen will. Es ist alarmierend, dass Personen die von Steuergeldern leben dazu Zeit haben.
Georg

Bernd Bauer

Du hast alles zu dem Thema gesagt. :)
Und du hast recht.

Allerdings muss ich dir in einem Punkt wiedersprechen.
Bei uns in der Firma gibt es auch solche "Altlasten". Uralte Programme, die wir seit 10 Jahren mitschleppen müssen, weil es dafür keine Alternative gibt. Wir wir wenden viel Zeit und Geld auf um das am laufen zu halten, aber es geht nicht anders.

Ich verstehe das sehr gut. Einen 100%igen Wechsel von M$ auf Linux halte ich für unrealistisch, aber in Zeiten der Vernetzung ist es ja sehr leicht möglich, dass solche Systeme zusammenarbeiten.

MFG
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Bernd Bauer

Neue Details zum Thema LiMux.

Die Opposition will an Linux festhalten.

Zum Artikel...

MfG
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georg

#8
ad Heise-Artikel: 700 Kommentare - da geht die Post ab ;) Glaubenskriege bringen echt Quote ...
ad Altlasten:
da haben wir 2 davon - sind in virtuelle Systeme ausgelagert - die Firmen die diese Anwendungen programmiert haben stellen für aktuelle MS-Produkte keine Updates mehr zur Verfügung  ???
Virtuelle Systeme haben auch den Vorteil, dass man sie bei Problemen einfach löscht und ein Backup verwendet, und wenn die virtuelle HD auf einem Netzlaufwerk liegt, dann kann man überdies von jedem anderen Rechner aus das System benutzen! Ist echt praktisch.

Bernhard Humer

Wir haben auch alles virtualisiert bei uns in der Firma ((böses) SAP auf CentOS/KVM). Macht so viel leichter ... (Backup, Wartung, Notfallkonzepte, Ressourcenverschwendung minimieren, ...)

Bernhard Humer


Bernd Bauer

Zitat von: Bernhard Humer in November 14, 2016, 05:41:55
Wir haben auch alles virtualisiert bei uns in der Firma ((böses) SAP auf CentOS/KVM). Macht so viel leichter ... (Backup, Wartung, Notfallkonzepte, Ressourcenverschwendung minimieren, ...)

Ja klar... Bei uns auch.

Mir gefällt auch das ThinClient-Konzept. Am Schreibtisch hast du nur einen dummen ThinClient, der das Bild Anzeigt und der deine Eingaben an den Server weiter gibt.
Der Rest läuft auf dem Server ab. Das Konzept ist eigentlich schon zeimlich alt, aber von der Pflege und Wartung viel einfacher, als einzelne PCs. Du machst ein Softwareupdate und dann steht jedem Benutzer das Update zur verfügung. Du musst nicht von PC zu PC gehen um Software zu installieren.
Da es ja virtuell ist kann man da auich mit Snapshots arbeiten.
| |O| | Bauer Bernd
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Bernd Bauer

@Georg:

Das Thema beschäftigt dich ja offensichtlich sehr...  :)
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georg

ja, was mich eigentlich stört, ist: wenn sie nicht wollen sollen sie doch einfach wechseln. Ein Gutachten mit Argumenten braucht man da nicht - zumal die Bayrischen Politiker sowieso nicht für Feingefühl bekannt sind. Das Gutachten, das mediale Interesse, die ganze Debatte alles komplett verzichtbar. Alles was bleibt ist eine negativ geführte Debatte mit dem Inhalt "Linux". Das Irre dran ist, dass die Initiatoren der Debatte vermutlich zu einem Großteil Android-Handys nutzen und dort (obwohl Android die "Horror-Version" von Linux ist) nicht drauf verzichten wollen...

Bernd Bauer

Ja klar... Politiker müssen diskutieren. Und wenns nichts zu diskutieren gibt, dann erfinden sie einen Grund.  :hammer:
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